ISPO OPEN INNOVATION –
gemeinsam zu neuen Produkten

Service der ISPO findet großen Zuspruch und fragt qualifiziert Wissen ab, „das man so nicht bekommen hätte“. Sechs Projekte wurden bereits erfolgreich abgeschlossen, vier weitere sind in Planung

„Mit ISPO OPEN INNOVATION gelingt es uns, Marken näher an den Konsumenten zu bringen“, sagt David Badalec, Head of ISPO Services. „Und dass die Plattform ankommt, zeigt uns die enorme Resonanz: Innerhalb eines Jahres haben wir sechs Projekte umsetzen können, aktuell sind vier weitere in Planung.

Mit dem Service ISPO OPEN INNOVATION können Firmen in einen „hochwertigen Dialog“ mit ihren Kunden treten und gemeinsam mit ihnen an der Entwicklung von Produkten arbeiten. Dabei werden die Unternehmensmarke gestärkt, neue Anhänger generiert und die Bekanntheit der Firmen erhöht. Wie gut das funktioniert, zeigt das Beispiel der baskischen Firma Ternua. Diese suchte nach Wegen, über die ISPO eine stärkere Marktpräsenz in Deutschland zu erreichen. Die B2B-Präsentation bei der ISPO MUNICH wurde dafür um eine Social-Media-Kampagne und einen Produkttest mit der ISPO COMMUNITY ergänzt. Ternua suchte über die Plattform 100 Teilnehmer zum Testen eines Baselayer aus Polartec® Power Wool™, einer Faser, die die Vorzüge von Wolle mit denen von synthetischen Fasern vereint. Insgesamt bewarben sich 300 Interessenten für den Produkttest: „Ein tolles Ergebnis“, wie nicht nur Projektleiter Badalec findet.

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Freiheit, draußen in der Natur sein, sich Herausforderungen stellen, Seelenfrieden – „Was bedeuten die Berge für dich?“ Zum Auftakt des Ternua-Projekts schickten die Teilnehmer Fotos von ihren Lieblingsmomenten am Berg

Über den Fotowettbewerb „Was bedeuten die Berge für dich?“ und die Abgabe eines Fragebogens wurden die Tester mit dem passendsten Profil ermittelt. Sie bekamen anschließend ein Oberteil zugeschickt, das sie bei verschiedenen Outdooraktivitäten ausprobieren sollten. Jeder Tester stellte einen Beitrag mit Foto ins Netz, der beschrieb, wie er mit dem Oberteil draußen unterwegs war und was er dabei erlebt hatte. Die ISPO COMMUNITY wiederum diskutierte die Ergebnisse und kennzeichnete ihre Favoriten über die Vergabe von Herzchen und ein Voting. Danach ging es um die Frage, wie eine gelungene Vermarktung des Baselayer aussehen könnte. Neugierig geworden? Die Ergebnisse werden bei der ISPO MUNICH im Februar präsentiert.

„Die Teilnehmer kommen aus unter­schied­lichen Berufen und bringen viele Kenntnisse mit, die man sonst gar nicht hätte berücksichtigen können. Firmen stoßen so auf neue Ideen und Lösungen, die sie innerhalb ihrer eigenen Organisation nicht gefunden hätten“

„Das Interessante an Open Innovation ist, dass die Teilnehmer aus unter­schied­lichen Berufen kommen und daher viele Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringen, die man sonst gar nicht hätte berücksichtigen können. Firmen stoßen so auf neue Ideen und Lösungen, die sie innerhalb ihrer eigenen Organisation nicht gefunden hätten. Ein Ingenieur und ein Softwarespezialist finden vielleicht andere Aspekte wichtig oder beurteilen Produkte anders als jemand aus der Textilwirtschaft“, lobt Badalec die Vorzüge des ganzjährigen Messeservice.

The North Face suchte über die Plattform die perfekte Wärmeisolierung für eine Jacke. Zu Beginn des Projekts wurde bei den Teilnehmern abgefragt, in welcher Situation sie eine Jacke mit Wärmeisolierung brauchen. „Als begeisterter Pilger möchte ich nur eine Jacke mitnehmen, die alle Bedürfnisse auf dem Pilgerweg abdeckt, da ich dann rund vier Wochen mit dem Rucksack unterwegs bin und jedes zusätzliche Gepäckstück auch zusätzliches Gewicht bedeutet“, schrieb ein Teilnehmer. Da er auf dem Jakobsweg nicht als „wandelnde Leuchtboje“ unterwegs sein wolle, wünsche er sich eine Jacke in schönen Naturfarben. Auch in vielen anderen Beiträgen wurde deutlich, dass die Kunden von der Jacke vor allem erwarten, dass diese möglichst universell einsetzbar ist und die unterschiedlichsten Bedürfnisse abdeckt. Man sollte damit entspannt ins Büro radeln können, aber auch beim Ski- und Schlittenfahren oder Bouldern eine gute Figur machen. Außerdem muss die ideale Jacke warm halten, ohne dass man ins Schwitzen gerät. Kurzum: Multifunktionale Produkte scheinen ein wichtiger Kundenwunsch zu sein.

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Mit dem Rad durch Indien, unter die Dusche oder via Gleitschirm auf den Gipfel? Fahrradfans haben offenbar ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie „Radfahren ihr Leben bereichert“. Eine kleine Auswahl des Fotowettbewerbs für die Kampagne von Eurorad

Ähnlich spannend die Kampagne von Eurorad. Hier waren wiederum fahrradbegeisterte Angestellte die Hauptzielgruppe. Die Teilnehmer beantworteten, was sie von einem E-Bike als Dienstfahrzeug erwarten und wie man Unternehmen erfolgreich zum Leasen der Räder bringen könnte. Zum Auftakt gab es ebenfalls einen Fotowettbewerb („Was bedeutet Radfahren für dich?“), um radfahrbegeisterte Arbeitnehmer zu gewinnen. In den nächsten Phasen ging es dann weiter in die Details der Fragestellung. Man könne das E-Bike als Werbeträger fürs Unternehmen nutzen, schlug ein Teilnehmer vor. Ein anderer hielt einen kostenlosen Testmonat für Arbeitnehmer und Arbeitgeber für attraktiv, wieder ein anderer meinte, man solle E-Bikes in die Firmen­wagen­poli­tik integrieren. „Wer ein kleineres Auto als vorgesehen bestellt, bekommt zusätzlich ein kostenloses E-Bike. Diese Aktion führt zur CO2-Reduktion und zu einer besseren Gesundheit der Mitarbeiter.“ Zum Abschluss des Projekts flossen die Ergebnisse dann direkt in die Vermarktungsstrategie von Eurorad ein.

„Die Konsumenten haben heute so viel Marktmacht wie noch nie: Über Onlineproduktbewertungen und Preisvergleiche ist es einfach, das passendste Produkt zum niedrigsten Preis zu finden. Folglich müssen Marken und Händler den Konsumenten enger an sich binden, um weiterhin erfolgreich sein zu können“, meint Badalec. Eine Ansicht, die auch die ISPO selbst sich auf die Fahnen geschrieben hat. Sie rekrutierte beispielsweise über die ISPO COMMUNITY Konsumenten als Jurymitglieder für den ISPO AWARD. Badalec: „Unser Ziel ist es, das ISPO Netzwerk maximal verfügbar zu machen und Kontakte nicht nur an vier Tagen bei den Messen herzustellen, sondern das ganze Jahr über: Services wie die ISPO ACADEMY oder ISPO JOBS zielen genau in diese Richtung.“

Weitere Informationen: innovation.ispo.com