Paradiese für Wanderer

Es gibt Wanderungen, die man einmal im Leben unternommen haben sollte. Weil sie so atemberaubend schön sind, dass man sie nie wieder vergisst. Wir stellen zehn der interessantesten Touren auf der ganzen Welt vor. Sie führen durch Märchenwälder, Wüsten, Gletscherlandschaften oder auch an Traumstränden entlang

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Peru, Inca Trail:

Der Inca Trail zur Ruinenstadt Machu Picchu ist die bekannteste Wanderung in Südamerika. Mit der Eisenbahn geht es von Cusco aus zum Anfang der Tour. Der höchste Pass liegt auf 4200 Meter Höhe und erfordert Fitness und Kondition. Hat man diesen bezwungen, ist man dem Highlight der Tour, den Ruinen der alten Inkastadt, ein großes Stück näher gekommen.

incatrailperu.com

USA, South Rim Trail:

Geysire, heiße Quellen, kochende Flüsse und spektakuläre Wasserfälle –der Yellowstone Nationalpark im Westen der USA ist der älteste amerikanische Nationalpark und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf einer halbtägigen Wanderung, dem South Rim Trail, erreicht man den Grand Canyon des Parks. Belohnt wird man mit einem sensationellen Blick auf die über 350 Meter tiefe und 32 Kilometer lange Felskluft mit Fluss.

nps.gov

chile

Chile, Torres del Paine:

Die mächtigen Bergmassive und die unermesslich weiten Pampas Patagoniens üben auf Outdoor-Fans und Abenteurer aus aller Welt einen magischen Reiz aus. Einfach jeder träumt davon, einmal an den südlichsten Zipfel Amerikas zu reisen. Türkisfarbene Seen, riesige Eismassen, eine unvergleichliche Flora und Fauna – im chilenischen Nationalpark Torres del Paine entfaltet sich der ganze Zauber dieser einzigartigen Landschaft. Markenzeichen des Parks sind seine berühmten Torres (spanisch für Türme). Rund um das einzigartige Bergmassiv führt der 123 Kilometer lange „Circuito“, für den man zehn Tage einplanen sollte.

torresdelpaine.com

suedafrika

Südafrika, Otter Trail:

Ein Klassiker unter den Trekkingtouren ist der Otter Trail im Tsitsikamma-Nationalpark. Der 42 Kilometer lange Traumpfad am Indischen Ozean führt von der Mündung des Storms River bis zum Nature’s Valley. Unterwegs sichtet man mit Glück Delfine, Wale oder Robben, überquert verschiedene Flüsse und stapft durch den dichten Regenwald. Übernachtet wird in Blockhütten. Die Tour ist in fünf Etappen (jeweils zwischen 4,8 und 13,8 Kilometer lang) unterteilt.

Weitere Informationen und Buchung: sanparks.org

dominica

Dominica, Boiling Lake:

Wer karibische Luft schnuppern möchte, reist nach Dominica in der Inselgruppe der Kleinen Antillen. Das Eiland wurde 1493 an einem Sonntag (Dominica) von Christoph Kolumbus entdeckt und diente als Kulisse für „Fluch der Karibik“ mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Die Insel ist eine der ursprünglichsten der Welt, ihr Nationalpark Morne Trois Pitons gehört seit 1997 zum Unesco-Weltnaturerbe. Die anstrengende Tour zum Boiling Lake dauert sechs bis sieben Stunden und führt durch Rhododendronwälder und über steile Stufen zum zweithöchsten Berg der Insel. Müde Füße taucht man in die heißen Quellen am Wegesrand.

dominica.dm

china

China, Tigersprungschlucht:

Die tiefste Schlucht der Welt liegt im Südwesten Chinas in der Provinz Yunnan. Die Tigersprungschlucht misst einen Höhenunterschied von 3.900 Metern und ist etwa 15 Kilometer lang. Ein Pfad führt hinab zum Jangtse, an dem Fluss soll einst ein Tiger gelebt haben. Der Legende nach nahm dieser ordentlich Anlauf genommen und schaffte es mit einem Satz bis zum anderen Ufer. Wer bis zu diesem Ort gelangt, dessen Leben wird sich schlagartig ändern, heißt es. Die kräftezehrende Wanderung dauert zwei, drei Tage, beginnt in Qiaotou, endet im Walnussgarten und bietet spektakuläre Aussichten.

travelchinaguide.com

italien

Italien, Alta Via delle Dolomiti n. 1:

Zu den faszinierendsten Gebirgen der Welt gehören die Dolomiten, die Gelegenheit zu zahlreichen Trekkingtouren bieten. Ein Klassiker ist der Höhenweg 1, der sich in etwa 13 Etappen absolvieren lässt und vom Pragser Wildsee nach Belluno führt. Das Höhenprofil des Alta Via delle Dolomiti n. 1, wie die Italiener ihn nennen, liegt zwischen 1.500 und 2.200 Metern. Insgesamt gibt es zehn Höhenwege, die die Dolomiten jeweils von Nord nach Süd und West nach Ost und umgekehrt durchqueren.

dolomiten-hoehenweg.net

australien

Australien, Great Ocean Walk:

Der Great Ocean Walk erstreckt sich vom idyllischen Küstenort Apollo Bay aus über gut 100 Kilometer bis zu den majestätischen Kalksteinsäulen Twelve Apostles (Zwölf Apostel). Die Route führt in acht Tagen durch schöne Nationalparks, über einsame Sandstrände und raue Felsküsten. Wanderer, die nicht so fit sind, können Tagestouren und kürzere Spaziergänge machen; es sind mehrere Zu- und Abgänge vorhanden. Unterwegs gibt es etliche Übernachtungsmöglichkeiten – vom Zeltplatz bis hin zum Luxusresort – und tierische Begegnungen (Koalas, Pinguine und Kängurus).

visitmelbourne.com

neuseeland

Neuseeland, Routeburn Track:

Auf der Südinsel Neuseelands kommen Wanderer auf dem Routeburn Track zwischen dem Mount-Aspiring-Nationalpark und dem Fiordland-Nationalpark in den Genuss einer atemberaubenden Landschaft. Über 38 Kilometer schlängelt sich der Weg durch die unberührte Gebirgslandschaft mit hohen Gipfeln, riesigen Tälern, glitzernden Bergseen und plätschernden Wasserfällen. Hier lebt der Kea, der einzige alpine Papagei der Welt, der zudem als Superhirn unter den Vögeln gilt.

newzealand.com

mali

Mali, Land der Dogon:

Die drei Tage dauernde Strecke von Sangha nach Bandiagara führt durch das Land der Dogon. Die Dogon leben seit Jahrhunderten in aus Lehm gebauten Dörfern, die sich an die Felswände schmiegen. Das Leben ist einfach, ohne jeden Luxus, aber geprägt von uralten Riten und vielen traditionellen Festen. Die Menschen tanzen dabei mit fantasievoll gestalteten, kunterbunten Masken, beschwören ihre Götter oder zelebrieren den Ahnenkult. Auf der Wanderung von Dorf zu Dorf kommt man durch Wüsten und mystische Canyons.

dogoncountry.com

Fotos: Thinkstock